Karin Moor gewinnt den Swiss Cycling Award 2011 !
Oliver Zaugg, der
Sieger der Lombardei-Rundfahrt,
sowie die mehrfache Welt- und
Europameisterin im Trial, Karin Moor, sind die neuen Schweizer Radsportler
des Jahres 2011.
Im Rahmen der Swiss Cycling Awards, die bei der abendlichen
Eröffnungsveranstaltung anlässlich der Sixday-Nights in Zürich verliehen
wurden, erhielt der 22-jährige Thomas Litscher die Auszeichnung zum besten
Nachwuchsathleten. Mannschaft des Jahres 2011 wurde die
Mountain-bike-Staffel bestehend aus Nathalie Schneitter, Lars Forster,
Thomas Litscher und Nino Schurter. Dieses Quartett gewann an der WM in
Champéry Silber.
Die letzte Krönung für Karin Moor ___________________________________________________________________ Der Nachwuchs trumpft gross auf Der Rikner Cédric Rickli bewies diese Saison Nervenstärke. GAM
Velotrial Trotz dem Rücktritt von Aushängeschild Karin Moor kann der RV Vordemwald mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Denn seit Jahren schon ist die Jugendförderung beim RVV ein wichtiges Thema. Immer wieder gelingt es, Talente zu fördern, die dann Erfolge feiern. Dass dies auch derzeit der Fall ist, sah man am Swiss-Cup-Lauf in Vordemwald und auch in der Gesamtwertung, die mit dem Event in Vordemwald abgeschlossen wurde. Jonas König (Strengelbach) sicherte sich mit konstanter Leistung während der ganzen Saison den zweiten Platz in der Kategorie Minimes. Cédric Rickli (Riken) lag vor dem letzten Lauf auf Rang 4. Aber mit eisernen Nerven holte er sich in Vordemwald den Tagessieg und sicherte sich so hinter Jonas König den dritten Rang in der Kategorie Minimes. Dass die RV-Vordemwalder schon bei den ganz Kleinen sehr gross sind, demonstrierte Noel Wipf (Vordemwald), der sich über die ganze Saison gesehen steigerte und dies zuhause mit dem Tagessieg in der Kategorie Poussins krönte. Mit diesem Sieg kämpfte er sich in der Gesamtwertung noch bis auf Rang 5 vor. In dieser Kategorie waren die beiden Vereinskollegen Robin Dönni (Roggliswil) und Gian-Luca Clalüna (Vordemwald, Plätze 4 und 5 in der Tageswertung und 6 und 7 in der Gesamtwertung) an einem guten Mannschaftsergebnis des RVV massgeblich beteiligt. Nach dieser erfolgreichen Saison wird beim RVV auch im Winter hart trainiert, damit die Fahrer nächstes Jahr wieder viele Podestplätze erkämpfen können. (MFA) ___________________________________________________________________ Rangliste Swiss-Cup-Lauf Vordemwald: -Elite: 1. Loris Braun(Bourrignons) 41 Strafpunkte. – Ferner: 10. Patrick Ott (Vordemwald) 122. 11. Karin Moor(Vordemwald) 127. – Cadets: 1. Igor Müller (Claro) 30. – Ferner: 7. Jonas König (Strengelbach, 1. Start in dieser Kategorie) 62. – Minimes: 1. Cedric Rickli (Riken) 57. – Ferner: 6. Alex Leuenberger (Oftringen) 80. – Benjamins: 1. Arthur Prodhom (Corcelles) 10. – Ferner: 8. Lukas Bühler (Rothrist) 54. 10. Roman Giger (Vordemwald) 59. 11. Mike Bohren (Oftringen) 61. 12. Gian Fretz (Vordemwald) 67. – Poussins: 1. Noel Wipf (Vordemwald) 15. – Ferner: 4. Robin Dönni (Roggliswil) 22. 5. Gian-Luca Clalüna (Vordemwald) 24. 9. Tobias Schwegler (Vordemwald) 33. 11. Joel Zollinger (Brittnau) 44. 13. Florian Hofer (Vordemwald) 49. 14. Sheyla Wipf (Vordemwald) 55. 16. Joel König (Rothrist) 69.
Abschied voller Spektakel
Die Parcoursbauer erstellten in Vordemwald spektakuläre Sektionen, die auch für Weltmeisterin Karin Moor schwierig zu fahren waren. GAM
Velotrial Karin Moor war zum Karriereabschluss beim Heimevent gefordert VON MELANIE GAMMA
Sie ziert das Plakat beim Dorfeingang von Vordemwald, das auf den Velotrialevent hinweist. In der Festwirtschaft lassen Fotos ihre Karriere Revue passieren. Und wenn sie beim Swiss-Cup-Lauf bei der Rollhockeyhalle einen Sektor fährt, tönt es aus verschiedenen Ecken «Hopp Karin». Karin Moor ist bei ihrem Karriereabschluss am Heimwettkampf omnipräsent. «Es ist schön, noch einmal vor eigenem Publikum fahren zu können», sagt sie. Selbst wenn es für einmal nicht so läuft, wie sie sich das vorstellt. «Ich merkte früh am Morgen, dass das nicht mein Tag wird», sagt die 24-Jährige, «ich fand auf dem Velo nie richtig die Sicherheit.» Zudem haben die Parcoursbauer des RV Vordemwald äusserst anspruchsvolle Sektionen erstellt, die der Regen rutschig und noch schwieriger machte. Moor, die bei der Männer-Elite mitfährt, verhinderte bei der Sektion mit Baumstämmen zwar knapp einen Sturz, landete aus etwa drei Metern Höhe aber unsanft auf der Ferse. Von der leichten Verletzung liess sie sich ihren letzten Wettkampf aber nicht verderben. «Die Leistung steht nicht im Vordergrund, ich geniesse einfach alles», meinte die neunfache Weltmeisterin, die zwischen zwei Sektionen auch mal mit Fans für Fotos posierte oder die anderen Fahrer des RV Vordemwald (RVV) beriet. Gesucht: eine Nachfolgerin Unterstützt wurde Karin Moor gestern wie gewohnt von ihren Eltern, die ihr wann immer nötig die Trinkflasche oder den Regenschutz reichten, sie aufmunterten und lobten. Kaum einen Wettkampf ihrer Tochter haben die Moors in den 15 Saisons verpasst. «Irgendwie ist es schade, dass Karin aufhört», findet Mutter Bianca Moor, «aber ich freue mich, dass sie auf dem Höhepunkt gehen kann.» Moor gewann heuer den Welt- und Europameistertitel und den Gesamtweltcup und hinterlässt im RVV eine grosse Lücke. Einziges Mädchen, das in der grossen Nachwuchsabteilung trainiert, ist Sheyla Wipf. In jenem Moment, als Stefan Moor, Speaker beim Swiss-Cup-Lauf, Sheyla gestern als Karin Moors Nachfolgerin ankündigen wollte, musste das Mädchen aus einer Sektion aussteigen, da ein Hindernis zu gross war. Bestens zurecht mit den Hindernissen kam Loris Braun (Bourrignon), aktuell bester Schweizer Velotrialist. Er gewann den Elite-Wettkampf und die Swiss-Cup-Gesamtwertung und demonstrierte den Zuschauern und den 83 Teilnehmern Weltklasse-Trialsport.
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Bild: Präsident Markus Fankhauser, Karin Moor, Peter Fisch und Melchior Ehrler (von links). (HST)
VORDEMWALD Die Erfolge von Karin Moor gefeiert Der Radfahrer-Verein Vordemwald und eine grosse Fan-Gemeinde feierten die vielen Erfolge von Karin Moor, der Ausnahmeathletin im Trial-Sport, mit einem Apéro in der Rollhockeyhalle. Mit dem Swiss-Cup-Lauf vor heimischem Publikum beendete sie ihre sportliche Karriere. Melchior Ehrler, Präsident Swiss-Cycling, und Peter Fisch, Kommissionspräsident Trial vom UCI, kamen extra nach Vordemwald, um KarinMoor zu ihren vielen Erfolgen zu gratulieren. Vizeammann Max Moor überbrachte die Grüsse des Gemeinderates. ___________________________________________________________________ Ein anspruchsvoller Wettkampf mit Wehmut
Karin Moor wird in Zukunft öfters ohne Trialvelo unterwegs sein. MWY
Velotrial In Vordemwald endet morgen der Swiss-Cup und die Karriere der erfolgreichen Lokalmatadorin Karin Moor. VON MELANIE GAMMA
Seit Anfang dieser Woche herrscht Betrieb bei der Rollhockeyhalle in Vordemwald. Jeden Tag standen bis zu zehn Helfer des RV Vordemwald auf dem Platz, um die Sektionen für den Swiss-Cup-Lauf aufzubauen. 80 Prozent des Parcours ist draussen angelegt, 20 Prozent in der Halle. Baumstämme, Betonröhren, Paletten, Mulden und vieles mehr wurden zu Hindernissen gruppiert. «Wie immer sollen die Sektionen anspruchsvoll sein für alle Kategorien», sagt OK-Präsident Markus Fankhauser. Seit mehr als 20 Jahren finden in Vordemwald Meisterschaftsläufe statt. So speziell wie der morgige Swiss-Cup-Event war jedoch noch keiner. Karin Moor, neunfache Weltmeisterin und prominentestes Aushängeschild des gastgebenden Vereins, fährt am Sonntag ihr letztes Rennen. Danach tritt die 24-Jährige nach 18 Saisons zurück. «Natürlich stimmt mich das wehmütig», sagt Markus Fankhauser, der Karin Moor seit ihren ersten Versuchen auf dem Trialvelo kennt, «dass sie aufhört, ist ein harter Schlag für unseren Club.» Der Verein engagiert sich stark in der Nachwuchsförderung, was ein Blick in die Startlisten zeigt. In den jüngsten drei Kategorien machen die RVVFahrer einen Drittel des Teilnehmerfeldes aus. Einige darunter mischen an der Spitze ihrer Klasse mit. Doch Fankhauser weiss: «Eine Ausnahmeathletin wie Karin kommt nicht so schnell wieder, vielleicht nie mehr.» Mit dem Wettkampf in Vordemwald endet morgen auch der diesjährige Swiss-Cup. In einigen Kategorien stehen die Sieger der Gesamtwertung schon fest, trotzdem freut sich Markus Fankhauser auf einen spannenden Event und auf die Rangverkündigungen, die nach Ende der Läufe in der Festwirtschaft in der Halle abgehalten werden.
Apéro zu Ehren von Karin Moor Gebührend gefeiert wird Karin Moor, die nebst den WM-Medaillen auch EM- und Gesamtweltcup-Titel in ihrem Palmares hat, bereits heute Abend. Die ganze Vordemwalder Bevölkerung wurde vom RV Vordemwald zu einem Apéro eingeladen.
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Starker Auftritt der Regionalen Velotrial EineWoche vor dem letzten Swiss-Cup-Lauf in Vordemwald bewiesen die regionalen Velotrial-Fahrer, dass sie für den Heimwettkampf in Form sind. Auf den anspruchsvollen Sektoren in Wangen im Kanton Schwyz glänzten insbesondere die Startenden in der Kategorie «Minimes». Der Strengelbacher Jonas König schaffte es mit nur neun Strafpunkten mehr als der Kategorien-sieger Romain Bellanger (Les Thioleyres) auf Rang 2. Einen Zähler mehr kassierte Cedric Rickli aus Riken, der damit Platz vier erreichte. Im Kampf um die Gesamtwertung der Minimes dürfte die Entscheidung allerdings bereits vor dem letzten Lauf in Vordemwald zugunsten von Bellanger gefallen sein, der die Wertung mit 22 Punkten vor König anführt. Keine Chance auf einen Spitzenplatz hatte Patrick Ott, der sich bei der Elite 84 Strafpunkte notieren lassen musste. Gleich mit zwei Grossaufgeboten trat der RV Vordemwald in Wangen bei den Benjamins und bei den Poussins an. In die Top Ten jener beiden jüngsten Kategorien schafften es von elf Startenden Roman Giger (Vordemwald), Mike Bohren (Oftringen), Robin Dönni (Roggliswil) und Gian-Luca Clalüna (Vordemwald). (GAM)
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Kopf als Schlüssel zur Traumkarriere
Die Vordemwalderin Karin Moor hat auch ihren letzten internationalen Auftritt siegreich gestaltet. BM
Velotrial Die Vordemwalderin Karin Moor holt in Champéry ihren neunten WM-Titel.
VON MICHAEL LÜTHI
Es ist irgendwie unheimlich: Karin Moor aus Vordemwald wurde in Champéry bereits zum neunten Mal Weltmeisterin und beendet mit diesem Titel – zumindest auf internationalem Parkett – eine schier unglaubliche Karriere. Sie strahlt, macht einen «Wheely» und wird mit Champagner bespritzt. Bruder Stefan umarmt Karin Moor als Erster. Es folgen unzählige Küsschen und Gratulationen. Die 24-Jährige aus Vordemwald hat soeben bei ihrem elften WM-Start den neunten Titel geholt. Sie kassierte nur gerade neun Fehlerpunkte – die zweit-platzierte Spanierin Gemma Abant Condal deren 35. Es gibt weltweit nur zwei Frauen, die auf zwei Rädern mehr WM-Titel geholt haben: Die beiden Französinnen Jeannie Longo (Strasse und Bahn) und Anne-Caroline Chausson (Downhill, 4-Cross und Dual) mit je 13 Erfolgen. Die Freude über den Rücktritt Der Sieg bei der Heim-WM ist der perfekte Abschluss einer perfekten Karriere. «Es ist natürlich sehr schön und toll, so aufhören zu können», sagt Karin Moor. Als schönsten der neun Titel sieht sie den Erfolg in Champéry aber nicht. «Das ist und bleibt mein erster im Jahr 2001, weil der unerwartet kam.» Die ganz grossen Gefühle wollen irgendwie nicht auf-kommen. Es ist halt doch nur ein weiterer WM-Titel – für Moor mittlerweile fast so normal, wie sich neue Socken anzuziehen. Sie strahlt, wenn sie von ihrem Rücktritt spricht, der nach dem Swiss-Cup-Event in Vordemwald in zwei Wochen Tatsache ist: «Ich möchte nicht noch ein Jahr weitermachen. 18 Saisons Trialsport sind genug. Jetzt freue ich mich darauf, das Leben zu geniessen.» Karin Moor ist ein Phänomen auf zwei Rädern. Sie hat in dieser Saison erstmals jedes internationale Rennen für sich entschieden. Die Erklärung für ihre unglaubliche jahrelange Überlegenheit ist schnell gefunden: Es ist der Kopf, ihre mentale Stärke. Da sind sich ihr Bruder und ihr Nationaltrainer Roger Keller einig. «Ich nehme die Wettkämpfe auf die leichte Schulter. Das ist mein grosser Vorteil», sagt Karin Moor. «Man hat das Gefühl, als wären ihr die Wettkämpfe egal. Sie lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen», erzählt Stefan Moor. Ihm hat die kleine Karin einst nachgeeifert. Er ist ein ganz wichtiges Puzzleteil in der grossen Karriere der Karin Moor. «In Sachen Technik und Sprungkraft ist Karin der Konkurrenz weit voraus. Ich gönne ihr diesen tollen Abschluss von Herzen», so der Nationaltrainer. ___________________________________________________________________
Velotrial Karin Moor auf absolutem Rekordkurs Karin Moor dominiert zwar das Frauen-Velotrial seit Jahren. Noch ist es der Vordemwalderin aber nicht gelungen, sämtliche internationalen Wettkämpfe einer Saison zu gewinnen. So un-realistisch das tönt, so nahe ist sie nun in ihrer letzten Saison dran. Am Wochenende gewann sie im französischen Pra Loup den fünften Weltcup-Lauf und damit die Gesamtwertung ohne Verlust-punkt. Nach einer klaren Führung aus der ersten Runde fuhr sie den Wettkampf in sicherer Manier zu Ende. Moor gewann deutlich vor der Weltmeisterin Gemma Abant aus Spanien und der Slowakin Tatjana Janickova. Somit fehlt noch ein Sieg zum totalen Erfolg: Jener an der WM vor heimischem Publikum am Freitag, 2. September in Champéry. (TM) ___________________________________________________________________ Velotrial Karin Moor bestätigt ihre Topform Beim vierten Weltcuplauf kontrollierte Karin Moor das Geschehen von der Spitze aus. Die Vordemwalderin steigerte sich in Polen mit der Dauer des Wettkampfes und liess die Konkurrenz immer einen Schritt hinterherhinken. Auf den anspruchsvollen Sektoren feierte sie ihren fünften Saisonsieg vor der Weltmeisterin Mireia Abant aus Spanien. Es spricht vieles dafür, dass Karin Moor am 2. September an der Heim-WM in Champéry ihre letzte Saison höchst erfolgreich abschliessen wird. (TM) ___________________________________________________________________ Velotrial Karin Moor bleibt international ungeschlagen Beim dritten Weltcup-Lauf im belgischen Antwerpen feierte Karin Moor ihren dritten Sieg und liegt somit in der Gesamtwertung in Führung. Ihr Erfolg war diesmal jedoch alles andere als deutlich. Die eher einfachen Sektoren auf dem Parcours in Belgien sagten Moor nicht besonders zu, da man darauf einen Fehler kaum wieder gut machen konnte. «Wenn es generell wenig Strafpunkte gibt, ist im Kampf um den Sieg oft auch Glück im Spiel.» Über mangelndes Glück durfte sie sich diesmal allerdings nicht beklagen. Zu Wettkampfmitte unterlief Moor nämlich ein folgenschwerer Fehler, der mit fünf Strafpunkten gewertet wurde. Somit lag sie gleichauf mit der Australierin Janine Jungfels. Beide zeigten in der Folge Nervenstärke. Wegen Punktgleichheit mussten dann die besseren Einzelergebnisse in den Sektoren entscheiden. Bei je 13 fehlerfreien Sektoren hatte die Vordemwalderin bei der Anzahl Sektoren mit einem Strafpunkt die Nase vorne. Der nächste Lauf findet am Wochenende in Polen statt. (TM) ___________________________________________________________________ Velotrial Karin Moors Siegesserie hält an
In Val d’Isère fand bei herrlichem Wetter der zweite Weltcuplauf statt. Die Sektionen waren teils in der Natur am Wasserfall und in den Steinen gebaut, teils künstlich mit Baumstämmen, Holzbalken und Betonröhren gefertigt. Mit nur zwei Strafpunkten absolvierte die Vordem-walderin Karin Moor die erste Runde vor den Abant-Schwestern aus Spanien mit je sieben Punkten. Karin Moor konnte ihren Rhythmus behalten und gewann den Wettkampf nach drei Runden mit total sieben Strafpunkten vor Gemma Abant (19 Strafpunkte) und Miraia Abant (21). Patrick Ott platzierte sich auf Rang 36 mit 51 Strafpunkten. Der nächste Weltcuplauf findet Ende Juli in Antwerpen statt. (BMO)___________________________________________________________________ Moor Weltklasse Velotrial Beim ersten Weltcuplauf in Champvent (VD) trafen die besten Trialisten der Welt auf sehr anspruchsvolle, auf hohem Niveau gebaute Sektionen. Im Viertelfinal der 20- und 26-Zoll-Elite lief es Patrick Ott aus Vordemwald nicht nach Wunsch. Er landete auf Platz 28. Anders erging es Karin Moor im Final. Nach der Besichtigung der Sektionen meinte sie: «Noch nie waren die Sektionen für die Frauen so schwierig und lang. Das gefällt mir, es sind schöne Hindernisse.» Der Wettkampf begann perfekt. Moor ging trotz eines Sturzes in der letzten Sektion der ersten Runde in Führung. Weiter fuhr sie voller Konzentration die zweite und dritte Runde. Die Vordemwalderin gewann mit 19 Strafpunkten vor der Spanierin Gemma Abant mit 40 Strafpunkten. (BM) ___________________________________________________________________ So überlegen war sie lange nicht mehr
Die Vordemwalderin Karin Moor war in Biella nicht zu schlagen.
Velotrial Die Vodemwalderin Karin Moor dominiert an den Europameisterschaften in Italien den Bewerb der Frauen von A bis Z. VON MICHAEL WYSS
Karin Moor ist das Siegen gewohnt, doch nach dem EM-Wettkampf im italienischen Biella musste auch sie zugeben: «Es ist lange her, dass ich an einem internationalen Wettbewerb einen so grossen Vorsprung hatte.» Dementsprechend zufrieden war die achtfache Weltmeisterin nach dem vierten Gewinn der EM-Krone. «Es ist eigentlich alles gelungen, wie ich es mir vorgestellt hatte.» Bereits der Start lief optimal. Nach der ersten von drei Runden führte die 24-jährige Vordemwalderin die Rangliste zwar knapp nicht an, doch sie lag lediglich hinter einer ausser Konkurrenz fahrenden Australierin. Der Vorsprung gegenüber den Konkurrentinnen um die Goldmedaille betrug hingegen bereits fünf und mehr Strafpunkte. Und diese Führung baute Karin Moor im zweiten Durchgang weiter aus. Obwohl es mittlerweile zu regnen begonnen hatte und der sowieso schon schwierige Parcours noch komplizierter wurde, konnte sich die Aargauerin sogar noch steigern und weiter davonziehen. «Nach der guten zweiten Runde wusste ich, dass ich es geschafft hatte, wenn ich normal weiterfahren würde», sagte Karin Moor. 20 Punkte Vorsprung Und das tat sie dann auch. Zwar kamen beim dritten Umgang noch vier Strafpunkte dazu, das reichte aber bei weitem, um die Australierin und die gesamte europäische Elite hinter sich zu lassen. Den zweiten Platz schnappte sich letztlich die Deutsche Ramona Fix, die am Schluss 20 Punkte hinter Karin Moor lag, Rang drei verdiente sich die Spanierin Mireia Abant Condal. Mitfavoritin Gemma Abant Condal ging hingegen leer aus. ___________________________________________________________________ Mit viel Verletzungspech Velotrial Regionale stürzen an den Schweizer Meisterschaften im Jura
Cédric Rickli wurde im Swiss Cup guter Zweiter.
In der jurassischen Trial-Hochburg Delémont gingen die Schweizer Meisterschaften sowie der dritte Lauf des Swiss Cups über die Bühne. Die Fahrer des RV Vordemwald schlossen nicht alle erfolgreich ab. Für die Hoffnungsträger Patrick Ott und Karin Moor war bereits nach dem SM-Halbfinale Endstation. Ott verpasste mit Rang 10 nach schlechtem Start sein Ziel: Er wollte in den Final der besten 8 Fahrer. Seine Steigerung zum Ende des Wettkampfs kam zu spät. Besser startete Karin Moor, die die nationalen Wettkämpfe nach wie vor gegen die Männer absolviert. Sie lag nach einer von drei Runden auf Rang 8 und war somit auf Finalkurs. Nach einem Aus-rutscher fiel sie jedoch unglücklich auf einen Sektoren-Begrenzungspfosten und musste den Wettkampf beenden. Schwellungen an Oberschenkel und Knie verunmöglichten eine Weiterfahrt. In der Entscheidung um den Meistertitel musste Lokalmatador Loris Braun, der seit über einem Jahr auf nationaler Ebene ungeschlagen ist, seinen Titel an Jérôme Chapuis abtreten. Im Finale bezwang ihn dieser um einen Punkt.
Erstmals nicht auf dem Podest Verletzungspech bekundete tags darauf im Swiss Cup auch der Strengelbacher Jonas König. Bei einem Sturz verletzte er sich am Knie und musste den Wettkampf unter Schmerzen zu Ende fahren. So kehrte er heuer als Sechster erstmals ohne Podestplatz nach Hause. Für ihn in die Breschen sprang Cédric Rickli. Er fuhr einen starken Wettkampf und musste sich erst in der letzten Runde im Kampf um den Sieg geschlagen geben. Hinter Seriensieger Romain Bellanger feierte er mit Rang 2 seinen ersten Podestplatz. Erfreulich ist das grosse Starterfeld des RVV in der kleinsten Kategorie Poussin. Mit den Rängen 5 und 6 verpassten Noel Wipf und Robin Dönni das Podium nur um wenige Zähler. (TM) ___________________________________________________________________ Velotrial Podestplatz für Jonas König in Ropraz
Beim 2. Lauf des Swiss-Cups in Ropraz hat der Strengelbacher Jonas König einen starken Tag erwischt. In der Kategorie Minimes war er der einzige Fahrer, der mit dem Sieger Romain Bellanger (Les Thioleyres) einigermassen mithalten konnte. Zwar kassierte er 13 Straf-punkte mehr als Bellanger, klassierte sich mit 22 Zählern aber auf dem guten zweiten Rang. Der Riker Cedric Rickli wurde mit 67 Strafpunkten noch Vierter. In der Elite missglückte der Vordemwalderin Karin Moor der Saisonstart, sie landete wie Vereinskollege Patrick Ott mit über hundert Strafpunkten im hintersten Tabellendrittel. (ZT) ___________________________________________________________________
Der Strengelbacher Jonas König wurde beim Saisonauftakt Zweiter. TM
In Tramelan waren hingegen andere Fahrer des RV Vordemwald am Start. In der Elite hatte sich Patrick Ott erhofft, den Rückstand auf die Spitze über den Winter reduzieren zu können. Zumindest in einem ersten Versuch ist ihm dies nicht gelungen. Er musste sich mit Rang 13 zu-frieden geben. Hingegen glänzte Jonas König nach einem Kategorienwechsel mit Rang zwei. «Ich hatte nur einen einzigen Schnitzer zu Beginn, dann lief alles wie am Schnürchen. Mehr wäre heute nicht möglich gewesen», sagte der Strengelbacher. Weniger gut startete Cédric Rickli in den Wettkampf. Der Fahrer vom Team Moor bewies aber Kampfgeist, machte in der letzten der vier Runden noch drei Plätze gut und wurde Vierter. Gleich elf Fahrer stellte der RV Vordemwald in den Kategorien Benjamins und Poussins. Keine Nachfolgerin in Sicht Apropos Nachwuchs – gibt es eigentlich im RVV ein Mädchen, dass irgendwann in die Fuss-stapfen von Karin Moor treten könnte? «In naher Zukunft nicht», sagt die achtfache Weltmeisterin und lacht, «aber da ist eine Sechsjährige, die gerade begonnen hat. Wer weiss.» Jedenfalls sei dieses Mädchen wie sie selber durch den älteren Bruder zum Velotrial gekommen, erzählt Moor weiter. Die 24-Jährige erinnert sich daran, wie sie vor über 15 Jahren ein Bike ihres Bruders Stefan Moor «erbte», das eigentlich verkauft werden sollte. Die Eltern Moor waren der Meinung, Velotrial sei nichts für Mädchen und Karin würde bald wieder aufhören. Mit einer so erfolgreichen Karriere ihrer Tochter hatten sie definitiv nicht gerechnet. (GAM/TM) ___________________________________________________________________ | ||
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