Serie ist trotz finalem Sieg gerissen Velotrial Karin Moor gewinnt die letzte Weltcup-Prüfung Die letzte Prüfung des Velotrial-Weltcups 2010 fand letztes Wochenende in St-François Longchamp, dem Dorf in den Rhone-Alpen im Südosten Frankreichs, statt. Dabei ging es für die Vordemwalderin Karin Moor vor allem um den Tagessieg. Die Chancen, ihren im letzten Jahr gewonnenen Titel im Weltcup erfolgreich zu verteidigen, waren allerdings rein rechnerischer Natur. Moor liess sich aber dadurch nicht demotivieren und zeigte von Beginn weg eine solide und konzentrierte Leistung. So erarbeitete sie sich Punkt um Punkt einen Vorsprung auf die spanische Hauptkonkurrentin Gemma Abant. Ein kleiner Patzer in der letzten Sektion brachte der amtierenden Weltmeisterin aber drei Punkte ein und ermöglichte der Spanierin den Sieg in letzter Sekunde. Abant musste dazu aber die letzte und schwierigste Sektion mit maximal einem Fehlerpunkt absolvieren. Entsprechend risikofreudig nahm sie die letzten Hindernisse in Angriff und musste prompt mit einem Sturz bezahlen. Somit musste Abant zwar im Tagesklassement mit Rang zwei vorlieb nehmen, gewann aber erstmals in ihrer Karriere den Gesamtweltcup. Selten so knapp Nach sechs Siegen in Serie musste sich Karin Moor in der Gesamtwertung des Weltcups erstmals von einer Gegnerin bezwingen lassen. Tatsächlich war der Zweikampf zwischen den beiden Kontrahentinnen noch nie so knapp wie heuer. Entsprechend interessant dürfte der Kampf um die WM-Krone Anfang September im kanadischen Mount St. Anne ausfallen. (TM) ___________________________________________________________________ RÜCKENPROBLEME Karin Moor kam in Antwerpen nicht auf Touren. Karin Moor geschlagen Velotrial Weltcup-Gesamtsieg kaum möglich Bei der dritten von vier Prüfungen im Weltcup hat Karin Moor den Sieg verpasst und muss somit wohl den Gesamtsieg erstmals ihrer Konkurrentin Gemma Abant überlassen. In Antwerpen hatte die Titelverteidigerin Probleme mit ihrem verletzten Rücken und konnte dadurch ihre gewohnte Leistung nicht abrufen. So musste sie sich von der Spanierin Gemma Abant geschlagen geben und mit Rang zwei Vorlieb nehmen. Somit hat sie beim Finale am kommenden Sonntag nur noch theoretische Chancen, ihren Titel zu verteidigen. Bei einem Sieg Moors dürfte Abant bestenfalls Sechste werden, was unter normalen Umständen kaum denkbar ist. Situation wieder schlechter Wie lange sich die Verletzung der Weltmeisterin noch hinzieht, ist schwierig abzuschätzen. Nachdem Karin Moor zwischenzeitlich fast schmerzlos war, hat sich die Situation in den vergangenen Tagen wieder verschlechtert. Bleibt zu hoffen, dass sie zumindest zu den Weltmeisterschaften im September wieder in Form kommt. ___________________________________________________________________ Die Sensation geschafft ![]()
Velotrial: Karin Moor verteidigt trotz Verletzung ihren Titel an der Europameisterschaft Karin Moor hat das Unmögliche möglich gemacht und in Melsungen (De) ihren Europameister-Titel verteidigt. Drei Wochen konnte sie wegen eines Motorradunfalls nicht trainieren, noch vor einer Woche ging sie beim Weltcup in Biella (It) zwar an den Start, fuhr aber keinen einzigen Parcours. Vergangenen Mittwoch absolvierte Moor ein Probetraining und entschied sich – trotz Schmerzen–, an der EM teilzunehmen. Dort demonstrierte sie ein weiteres Mal eindrücklich, dass sie für ihre Konkurrenz kaum schlagbar ist: Auf dem vom Veranstalter deutlich zu einfach gebauten Parcours rutschten ihr zu Beginn drei Fehlerpunkte rein. Nach der ersten von drei Runden lag die Welt-meisterin nur auf Rang vier. «Ich erkundigte mich über den Zwischenstand. Als ich sah, dass die Führende nur einen Punkt hatte, war mir klar, dass ich mir keinen Punkt mehr leisten darf», erklärte Moor. Keine Fehler mehr Und wer die abgeklärte Vordemwalderin kennt, kennt auch den Fortgang der Geschichte: Sie produzierte in Runde zwei und drei keinen Fehlerpunkt mehr. Dies bedeutete Punktgleichheit vor der letzten Sektion mit der Spanierin Gemma Abant. Diese musste nun ein Hindernis bewältigen, das sie zuvor jeweils mit einem kontrollierten Sicherheitsfuss überwand. Ihre Nerven hielten nicht, sie patzte bereits vor dem besagten Hindernis und musste ein weiteres Mal mit Rang zwei vorliebnehmen. Nun bleiben der neuen und alten Europameisterin drei Wochen Zeit, um möglichst gut zu genesen. Sollte ihr das vollständig gelingen, zweifelt wohl keiner daran, dass sie auch im Weltcup nochmals in den Titelkampf eingreifen wird. (TM) ___________________________________________________________________ Velotrial: Geglücktes Vorhaben trotz Verletzung für Moor Beim Weltcup in Biella (It) resultierte fürKarin Moor nur der sechste Platz. Dennoch ist dieses Resultat nicht als Rückschlag zu bezeichnen, leidet Moor doch noch immer unter Schmerzen im Rückenbereich. «Ich habe das Fahrrad bei den Sektoren jeweils nur durch den Eingang gestossen, damit ich in die Wertung komme und somit Punkte für den Weltcup gewinne», erklärt Moor. Und das hat sich gelohnt: Moor führt nach zwei Rennen mit knapp 200 Punkten Vorsprung auf die Spanierin Gemma Abant. (PKA) ___________________________________________________________________ Magere Ausbeute für Vordemwald Velotrial: Patrick Ott verpasste den Meisterschafts-Finaleinzug in Wangen-Nuolen SZ Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Schweizer Meisterschaft standen aus Vordemwalder Sicht nicht gut: Karin Moor konnte wegen ihrer Verletzung nicht starten. Da bei den Junioren kein regionaler Fahrer am Start war, ruhten die einzigen Hoffnungen auf Patrick Ott. Dieser durfte sich vor dem wichtigsten nationalen Wettkampf durchaus Hoffnungen auf das Finale der besten acht Fahrer machen. Dies war dann auch sein Ziel. Nach einem verhaltenen Start und 20 Punkten in der ersten Runde konnte er zwar noch Boden auf seine Gegner gutmachen, mit Rang zehn sollte es aber wie schon letztes Jahr nicht reichen. Zu einer faustdicken Überraschung kam es indes, weil Sebastian Honegger – im Vorfeld als Hauptkonkurrent von Loris Braun gehandelt – den Final als Neunter verpasste. Braun liess in der Folge nichts anbrennen und verteidigte seinen Titel. Roger Keller und Jérôme Chapuis belegten die weiteren Podest-plätze. Dass die Situation bei den Junioren in Zukunft anders sein soll, bewiesen die Jüngsten, für welche der Veranstalter parallel zur SM einen Swiss Cup organisierte. In der Kategorie Minimes schaffte es Cédric Rickli vom Team Moor erstmals in die Top Ten und wurde Neunter. Jonas König verpasste nach zwei Siegen zwar den Hattrick, fuhr mit Rang drei bei den Benjamins aber erneut aufs Podest. Sehr erfreulich auch die Leistung von Timmon Van Velzen, der in dieser Kategorie Rang vier belegte. Bei den Kleinsten reichte es diesmal zu keinem Podest, weil sich Lukas Bühler mit Rang vier zufriedengeben musste. Die Ränge 6, 7 und 8 von Robin Dönni, Mike Bohren und Roman Giger sprechen für die gute Nachwuchsarbeit beim RVV. Am kommenden Wochenende findet der zweite Weltcup-Lauf des Jahres statt, ehe es eine Woche später bereits zur EM nach Deutschland geht. Bleibt zu hoffen, dass Karin Moor bis dahin wieder einsatzfähig ist. (TM) ___________________________________________________________________ Achtung, erhöhte Rutschgefahr! Velotrial Äusserst schwierige Bedingungen beim Swisscup-Lauf in Vordemwald ![]()
GEZEICHNET Patrick Ott kämpfte sich trotz blutigem Knie auf Rang acht.
TREPPENSTEIGEN EXTREM Karin Moor sprang auf Platz sieben. Dauerregen am Morgen und vereinzelte Regenschauer am Nachmittag machten die Sektionen beim Swisscup-Lauf in Vordemwald noch schwieriger. Den Sieg trug schliesslich Favorit Loris Braun davon. Farbe war am gestrigen Morgen in Vordemwald Trumpf. Aber nicht etwa das Blau des Himmels dominierte rund um die Sporthalle, sondern die Farben der Regenschirme der Zuschauer. Obwohl es bis zum Mittag nur einmal regnete – durchgehend–, wollten sich viele Velotrial-Fans das Spektakel nicht entgehen lassen. Und ein Spektakel war es tatsächlich. Das nasse Wetter hatte die einzelnen Sektionen extrem rutschig und damit auch sehr schwierig gemacht. «Grenzwärtig», beschrieb es der im letzten Jahr zurückgetretene Stefan Moor, der mitverantwortlich für den Aufbau des Parcours war und während dem Wettkampf als Speaker für interessante Informationen sorgte. Die Kraft ging aus Seine Schwester Karin, die achtfache Weltmeisterin, war letztlich für das beste regionale Elite-Resultat verantwortlich. Sie, die beim Swisscup gegen die Männer antritt, verdiente sich Rang sieben. «Ich bin zufrieden mit meinem Wettkampf», sagte Karin Moor, «bis in die dritte Runde konnte ich mich stetig steigern. Im letzten Durchgang habe ich dann nicht mehr richtig gemocht und hatte Krämpfe.» Zu den schwierigen Bedingungen sagte Karin Moor: «Es war vor allem am Morgen sehr anspruchsvoll, aber machbar.» Auch die international erfahrene Trialistin kam nicht ohne Sturz durch, schlimmere Verletzungen zog sie sich aber glücklicher-weise nicht zu. Sichtlich gezeichnet war Karin Moors Teamkollege Patrick Ott. «Der Anfang war vielversprechend. Mein Sturz in der zweiten Runde, bei dem ich aufs Knie fiel, hat mich in der Folge aber leicht behindert», erklärte der Vordemwalder, «die Explosivität hat gefehlt.» Dennoch schaffte es Patrick Ott letztlich punktgleich mit Karin Moor auf Rang acht. «Damit kann ich gut leben.» Die Elite-Fahrer Karin Moor und Patrick Ott waren bei weitem nicht die einzigen Athleten, die in Vordemwald vom Heimvorteil profitieren konnten. Vor allem in den Nachwuchskategorien waren viele Regionale am Start. Am erfolgreichsten war dabei erneut der Strengelbacher Jonas König in der Kategorie Benjamins. Wie bereits beim Swisscup-Saisonauftakt in Ropraz konnte er sich als Sieger feiern lassen. Auf Rang drei in der Kategorie Poussins kam der Rothrister Lukas Bühler. ___________________________________________________________________ | ||
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